Erfolgreiche Fakuma 2026: BOY präsentiert kompakte Lösungen und neue Perspektiven
Ein besonderer Fokus lag auf dem neuen Linearhandling LR 5 Compact. Bei der platzsparenden Gesamtlösung ist das Handling inklusive Förderband vollständig unterhalb der Schutzhaube integriert – ganz ohne zusätzlichen Schutzzaun und damit auch ohne die Notwendigkeit von EM67 und EM78.
Die Fakuma 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie viel Technik auf kleinstem Raum möglich ist: BOY präsentierte in Friedrichshafen kompakte Maschinenlösungen, innovative Automation und praxisnahe Anwendungen. Vom 12. bis 16. Oktober präsentierte der Spritzgießmaschinenhersteller in Halle A7 insgesamt zehn Exponate, sieben davon auf dem eigenen Messestand und zeigte dabei einen Querschnitt durch das aktuelle Maschinenprogramm. Die kompakte Bauform – eine Spezialität von BOY – wurde durch das neue LR 5 Compact Handling sowie einer extrem platzsparend automatisierten BOY 35 E VV verdeutlicht. Daneben wurde in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf den Mikrospritzguss gesetzt.
„Wir haben viele interessante Gespräche geführt und konnten zahlreiche bestehende Kundenkontakte intensivieren sowie neue Kontakte knüpfen“, resümiert Alfred Schiffer, geschäftsführender Gesellschafter von BOY.
Ein besonderer Fokus lag auf dem neuen Linearhandling LR 5 Compact. Bei der platzsparenden Gesamtlösung ist das Handling inklusive Förderband vollständig unterhalb der Schutzhaube integriert – ganz ohne zusätzlichen Schutzzaun und damit auch ohne die Notwendigkeit von EM67 und EM78. Die benötigte Aufstellfläche konnte von rund 5,2 auf nur 3,1 m² reduziert werden bei einer erforderlichen Deckenhöhe von nur 2,6 m und bleibt als komplette Einheit transportfähig. Die vollständig in die Maschinensteuerung Procan ALPHA® 6 integrierte Bedienung ermöglicht zudem ein gemeinsames Datensatz- und Fehlermanagement. Die kompakte Gesamtlösung wurde von zahlreichen Besuchern aufmerksam aufgenommen.
Auch die Electric Baureihe stand im Mittelpunkt des Messeauftritts. Neben der BOY 35 Electric und der BOY 50 Electric war mit der BOY 100 Electric auch die größte elektromechanische Maschine des ausgestellten Portfolios vertreten. Bei der Fertigung von Falttrichtern aus Flüssigsilikon (LSR: Liquid Silicone Rubber) wurde mit dem integrierten LR 5 eine automatisierte Anwendung gezeigt.
Für Aufmerksamkeit sorgte erneut die Electric Barista Bar. An der BOY 50 Electric servierte ein kollaborativer Roboter frisch zubereitete Espressi in vorher auf dieser Spritzgiessmaschine gefertigten Tassen. Die Verbindung aus Spritzgießtechnik, Automation und einem unmittelbar erlebbaren Produkt war auch in diesem Jahr ein beliebter Anlaufpunkt auf dem Messestand.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema Mikrospritzguss. Gleich zwei BOY XS E mit 100 kN Schließkraft waren nebeneinander zur Herstellung von Mikrobauteilen im Einsatz – einmal aus LSR und einmal aus medizinischem Polylactide (PLA). Die Anwendungen verdeutlichten, dass auch bei sehr kleinen Bauteilen auf eine vollwertige Spritzgießtechnik mit 8-mm 3-Zonen Schnecke und dem bewährten First-in-First-out-Prinzip gesetzt werden kann, wodurch Verweilzeiten gering bleiben und Totwassergebiete gemieden werden.
Darüber hinaus zeigte BOY mit der BOY 35 E VV eine vertikale Lösung mit platzsparender Automation zur Herstellung eines Werkzeug Sterngriffes mit Einlegeteilen. Mit einer flexiblen Vereinzelung von variobotic wurden drei unterschiedliche Bits zunächst vereinzelt, vorpositioniert und anschließend eingelegt – alles mit einem 6-Achs-Roboter.
Die BOY 20 E PRO rundete das Exponatespektrum als kompaktes Einstiegsmodell ab. Beim Thema Energieeffizienz wurden keine Kompromisse eingegangen, da Sie über die selbe servohydraulische Antriebstechnologie verfügt wie die anderen Spritzgießautomaten aus dem Portfolio.
Neben den technischen Highlights stand auf der Fakuma vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. „Für uns ist die Fakuma immer eine wichtige Plattform, um nah an unseren Kunden und dem Markt zu sein. Die Gespräche haben uns wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung gegeben“, so Stefan Klöckner, Geschäftsführer bei BOY.
Mit den sieben Exponaten auf dem eigenen Messestand sowie weiteren Maschinen auf Partnerständen präsentierte BOY ein breites Spektrum kompakter Spritzgieß- und Automationslösungen. Der Messeauftritt zeigte dabei nicht nur das neue farbliche Erscheinungsbild des gesamten Maschinenprogramms, sondern auch den konsequenten Fokus von BOY auf platzsparende, effiziente und praxisorientierte Lösungen.
BOY bedankt sich bei allen Kunden, Partnern und Besuchern für die zahlreichen interessanten Gespräche und den persönlichen Austausch auf der Fakuma 2026.